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Organspende

Organspende in der Diskussion

31.05.2019

Rechtsfrage des Tages:

Morgen ist Tag der Organspende. Derzeit wird in der Politik heftig über eine Reform des Rechts der Organspende diskutiert. Wie ist die derzeitige Rechtslage?

Antwort:

Organspenden retten Leben. Die Zahl der potentiellen Spender geht aber immer weiter zurück. Egal ob Sie dafür oder dagegen sind, wichtig ist vor allem, dass Sie sich mit der Frage auseinandersetzen. Nach der aktuellen Rechtslage gilt die sogenannte Zustimmungsregelung. Möchten Sie im Falle Ihres Ablebens Organe spenden, sollten Sie einen Organspendeausweis haben. Oder auf andere Art Ihre Spendenbereitschaft festlegen.

Nach einem Gesetzesentwurf soll künftig die doppelte Widerspruchslösung gelten. Jeder Bürger ab 16. Jahren soll sich nach dreifacher Aufklärung entscheiden, ob er einer Organspende zustimmt oder nicht. Dazu soll ein zentrales Register eingerichtet werden, in welchem die Erklärung hinsichtlich der Organ- und Gewebespende dokumentiert werden soll. Ein späterer Widerspruch bleibt möglich. Vor der Entnahme sollen zudem die nächsten Angehörigen befragt werden, ob ihnen ein entgegenstehender Wille des möglichen Spenders bekannt ist.

Ein Gegenvorschlag sieht weiterhin die Möglichkeit vor, sich nicht äußern zu müssen. Es soll ein Online-Register eingerichtet werden und die Leute beispielweise auf Ämtern und durch den Hausarzt und die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung informiert werden. Welcher Entwurf es schlussendlich bis zur Veröffentlichung im Bundesanzeiger schaffen wird, ist noch offen. Bis dahin gilt weiter die Zustimmungslösung.

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