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Ab in die Pilze

14.10.2019

Rechtsfrage des Tages:

Zu einem deftigen Herbstgericht gehören Pilze einfach dazu. Umso besser schmeckt es, wenn diese dann noch selbst gesammelt wurden. Welche Regeln müssen Sie dabei beachten?

Antwort:

Für wahre Pilzfreunde ist es ein besonderes herbstliches Vergnügen, am Wochenende in die Pilze zu gehen. Dass Sie dabei giftige und essbare Pilze unterscheiden können sollten, dürfte klar sein. Aber auch bestimmte gesetzliche Regelungen sollten Sie kennen.

Aus Gründen des Artenschutzes dürfen Sie verschiedene Pilzsorten gar nicht anrühren. Eine genaue Liste finden Sie in der Anlage 1 zu § 1 Bundesartenschutzverordnung (BArtSchV). Wundern Sie sich nicht. In der Auflistung finden Sie unter anderem auch Pfifferlinge, Morcheln und Trüffel. Aber keine Sorge. Es gibt für diese Pilze eine Ausnahme. Nach Maßgabe des § 2 BArtSchV dürfen Sie nämlich beispielsweise heimische Rotkappen, Pfifferlinge und Steinpilze mitnehmen.

Diese Ausnahme ist nämlich begrenzt auf geringe Mengen zum eigenen Bedarf. Wie viele Pilze Sie genau mitnehmen dürfen, ist nicht definiert. Die zulässige Menge variiert auch zwischen den einzelnen Bundesländern. Solange Sie ein Körbchen voll fürs Abendessen mitnehmen, brauchen Sie sich aber keine Sorgen zu machen. Allerdings sollte Ihre Sammelaktion nicht ausarten. Sie dürfen nämlich keine Pilze in den heimischen Wäldern zum späteren Verkauf, sei es an einem Marktstand oder in der Gastronomie, sammeln. In Naturschutzgebieten und Nationalparks dürfen Sie alle Pilze nur bewundern, nicht aber mit nach Hause nehmen.


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